Open Innovation in der Industrie 4.0

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Aktuell ist sie bei 64,3%  der Industrieunternehmen noch nicht bekannt: die Industrie 4.0. Doch sie soll langfristig die Wirtschaft Deutschlands revolutionieren und wird daher auch als die vierte industrielle Revolution bezeichnet. Die erste industrielle Revolution brachte die Mechanisierung durch Dampf- und Wasserkraft Ende des 18. Jahrhunderts mit sich, die zweite führte die Elektrizität in der Massenproduktion ein und die dritte, die „digitale Revolution“ automatisierte die Produktion mithilfe von Computern (Elektronik und IT). Nun soll die vierte industrielle Revolution dazu beitragen, Produktionsprozesse weiter zu verbessern, indem die Vernetzung zwischen Produkten und Herstellern verändert wird.

Es soll künftig möglich sein, Produkte mit einem „digitalen Gedächtnis“ auszustatten, sodass sie „ihren Weg durch Fabriken bis zum Kunden steuern können“, beschreibt es die Welt. Durch diese Prozesse soll die Möglichkeit geschaffen werden, individualisierte Produkte so günstig wie Massenprodukte herzustellen. Kundenwünsche sollen in die Wertschöpfungskette integriert werden, sagt das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es redet vom „Zukunftsprojekt Industrie 4.0“, welches eine „hybride Produktion“ ermöglicht: eine „Verkoppelung von Produktion und hochwertigen Dienstleistungen“ (siehe Die neue Hightech Strategie). Die smarte Fabrik soll entstehen. Aus der Informationstechnologie wird die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT; siehe Dr. Jochen Schlick und Peter Stephan).

Wie könnten Projekte der Industrie 4.0 aussehen?

Ein Beispiel der „Plattform Industrie 4.0“:
„Ein Bauteil im Auto ist künftig so ausgestattet, dass es kontinuierlich Daten über seinen Zustand sammelt und mitteilen kann, wenn ein Austausch nötig wird – und das, bevor es zum Ausfall kommt. Das Produkt sendet selbstständig eine Mitteilung an den Hersteller, dass Ersatz gefertigt werden muss. Die Bestellung enthält neben genauen Angaben zum Fahrzeugtypen auch die Information, wohin das Bauteil anschließend versandt werden muss. In der Fabrik wird der Auftrag bearbeitet, die Maschinen konfigurieren sich selbst so, dass das passende Teil gefertigt wird und schicken es schließlich auf die Reise an den richtigen Zielort. Der Termin in der Werkstatt ist dann bereits vereinbart – auch darum hat sich das Auto gekümmert.“

Icons made by Freepik from http://www.flaticon.com  is licensed by CC BY 3.0Die Bundesregierung hat es sich also zum Ziel gesetzt, die Verkoppelung von Produzenten, Nutzern und Kunden neu zu gestalten. Um eine konstante Produktentwicklung und –verbesserung zu ermöglichen, muss stets auf die Bedürfnisse der Kunden eingegangen werden. Der Innovationsprozess muss nach außen hin geöffnet werden, um dies zu ermöglichen. Als hierfür geeignet wird die Verbreitung von Open Innovation gesehen. Diese Plattformen sollen „mehr Raum für kreative Lösungsansätze und neue Marktchancen“ schaffen. Neues Wissen soll durch die Förderung von Open Innovation verfügbar gemacht werden.

Auch die Unterstützung innovativer Start-ups hat sich die Bundesregierung auf den Plan geschrieben: mithilfe verschiedener Förderungsprogramme soll die Zahl innovativer Start-ups erhöht werden.

Mit PHANTOMINDS machen wir einen Schritt Richtung Industrie 4.0 – und laden Unternehmen sowie Kreative ein, ein Teil davon zu werden!


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