Social Media Week Hamburg

Diese Woche fand in Hamburg die Social Media Week statt. Wir haben uns dieses Event natürlich nicht entgehen lassen und haben einige Veranstaltungen besucht. Welche es waren und worum es dabei ging, haben wir hier für euch zusammengefasst :-)

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The Future of Banking

Die Bankenbranche gilt, verglichen mit anderen Branchen wie zum Beispiel mit der IT- oder Marketing-Branche, als sehr stabil und brachte wenig bahnbrechende Innovation in den letzten Jahrzehnten hervor. Dies werde sich in den nächsten zehn Jahren ändern, so Lars Markull von der Firma Figo.
Mehr und mehr etablierte Firmen aus anderen Bereichen sehen das große Potential und den riesigen Kundenstamm des Bankings. Somit ist es nur eine Frage der Zeit, bis große Player wie Facebook, Amazon, Google etc. etwas von dem gewaltigen Kuchen abhaben wollen, ganz zu schweigen von der virtuellen Geldeinheit Bitcoin, dessen Zukunft für viele noch in den Sternen steht. Zusätzlich werden neben den Kernkompetenzen der Banken auch die Nebenprodukte von den sogenannten FinTech Firmen in starken Wettbewerb gesetzt.
Faktoren wie diese setzten die Banken unter enormen Innovationsdruck und Zugzwang. Die Branche werde sich verändern, ist sich auch Joachim Penk sicher und gibt eine mögliche Perspektive: die Implementierung einer Appstore-ähnlichen Plattform für Banken, auf welcher der Kunde selbst entscheiden kann, welche Apps er auf welchem „Frontend“ nutzen möchte. Eine französische Bank ist diesbezüglich schon die ersten Schritte gegangen, nun sollen mehr Banken folgen und mit anderen Innovationen den Markt entscheidend verändern.
Wir dürfen uns also auf ein innovationsreiches Jahrzehnt in der Bankenbranche freuen!

 

Pre Mortem Startups

Los ging’s nach einer kurzen Einführung in die Gruppenarbeit. Wir haben uns als Fallbeispiel bereitgestellt und in unserer Gruppe den „Tot“ von PhantoMinds Anfang 2016 nachgespielt. Wie war das möglich? – Mit Hilfe von 15 Moderationskarten haben wir den Zustand des Scheiterns beschrieben und somit vorweg genommen, um daraus zu lernen und heute Dinge anders zu machen. Eins ist den anderen Startups und uns klar geworden: wenn wir Scheitern wird es dafür nicht einen Grund oder Fakt geben, sondern es ist ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren. Das macht es einerseits schwer präventiv zu agieren, andererseits bietet es alle Chancen mehrere Weichen auf Erfolg zu stellen. Wir sind jetzt noch mal auf die wichtigen Faktoren sensibilisiert und bleiben dran… seid gespannt und großen Dank an Jörg Jelden, Dirk Bathen und Valentin Heyde für den tollen Workshop und Input.

 

Hamburg Startup Monitor

Einen Einblick in die Hamburger Start-up-Szene gab Sina Gritzuhn von Hamburg Startups. Sie stellte den Startup-Monitor vor, in dem aktuell 248 Start-ups eingetragen sind – das mache auch einen Großteil der Start-ups in Hamburg aus. (Wir sind übrigens auch dabei: http://monitor.hamburg-startups.net/phantominds!) Der Monitor wurde im November letzten Jahres gelaunched und soll mithilfe seiner real-time Datenbank für mehr Transparenz und Sichtbarkeit in der Szene sorgen. Eine Definition von „Start-up“ ist für den Monitor nicht gegeben worden – „jeder, der sich wie ein Start-up fühlt, darf mitmachen“. Derzeit liegt der Branchenschwerpunkt laut Startup-Monitor bei Start-ups in den Bereichen Commerce und Services. Die meisten Mitarbeiter beschäftigt die Gaming-Branche. Im Monitor sind weibliche Gründerinnen gegenüber ihren männlichen Kollegen deutlich in der Unterzahl: die Frauenquote beträgt nur 13%. Viele andere Studien ergaben jedoch, dass der weibliche Anteil an Gründerinnen in den letzten Jahren stets zwischen 30 und 43% lag (s. Mikrozensus, BMWi, KfW, statista).

Vielen Dank liebe Sina für diese informativen Insights! (Und wir hoffen, deinem Husten geht es besser :-) )

 

PR und BR

Isabelle Ewald von przweinull gab uns gute Tipps, wie man als Start-up erfolgreich  PR machen kann, ohne hierfür eine Agentur zu beauftragen. So ein konkretes „How to“ ist wirklich sehr hilfreich und wir können auch direkt einige Dinge in Angriff nehmen…

Ein großes Dankeschön auch an Christian Häfner, der exklusive Insights seines Blogger-Lebens mit uns teilte. Stichworte: Expertise vermitteln, Trust aufbauen, authentisch sein! Ich würde sagen: LetsSeeWhatWorks.com works!

 

Schnell, schneller, Echtzeit – real time Marketing und Kommunikation

iprospectBei diesem Vortrag verdeutlichte zunächst Susanne Ullrich von Brandwatch, wie aus Big Data Smart Data werden kann. Bei der Kommunikation in real time sind vor allem drei Dinge zu beachten: 1. Diskussionen finden auf allen Kanälen statt (nicht nur auf denen, die man selbst bespielt); 2. Schnelle Reaktionen sind gefragt; 3. Nutzer beschweren sich gerne – zumindest in Deutschland. Sie stellte uns neben konkreten Praxisbeispielen auch das theoretische Real Time Marketing Modell vor und lieferte einen kurzen Einblick in Social Media Command Center, bei denen in Echtzeit Social Media-Kanäle getrackt werden um umgehend auf User-Kommentare einzugehen und das Sentiment einzufangen.

Ron Warncke von iProspect stellte anschließend noch das AEP-Modell vor und erklärte daran, welche Schritte Kunden von der Wahrnehmung bis zum Kauf eines Produkts durchlaufen und wie ein Unternehmen darauf reagieren sollte. Hier eine verkürzte Zusammenfassung des Modells:

Awareness Engagement Performance
Kunde Wahrnehmen: Marke entdecken Recherchieren: Produkt bewerten Entscheiden: Ausprobieren, (wieder) kaufen
Unternehmen Media / Sell Brand Wissen / Sell Values Services / Sell Transaction

 

Alles in allem waren es sehr spannende Vorträge und Workshops, die wir bei der SMW mitgenommen haben. Dass ein solches Event in Hamburg stattfindet, ist wirklich großartig! Bestimmt sind wir auch nächstes Jahr wieder dabei!

 

Image 1: Social Media Week Hamburg

Image 2: Ron Warncke von iProspect