Unsere Namenssuche – der Weg ist das Ziel

Oder: „Denk dich hoch!“

Start-Ups, so wie auch wir, suchen nach dem „perfekten“ Namen. Sexy soll er sein, die Idee ausdrücken, beim Kunden im Kopf hängen bleiben, leicht zu merken sein, leicht auszusprechen sein, nach dem ersten Hören sofort korrekt zu schreiben sein, und, und, und … Mit anderen Worten die Latte hing hoch, als wir uns vor einigen Monaten auf die Suche nach einem Namen gemacht haben.

Der Weg ist das ZielAls erstes haben wir uns schlau gemacht, wie machen wir das überhaupt, wie finden wir den richtigen Namen für unser Baby. Dabei haben wir hilfreiche Artikel gefunden, wie z.B. http://mashable.com/2013/07/20/startup-name/ und http://t3n.de/news/startup-branding-funf-tipps-481876/.

Dann haben wir uns als Gründerteam hingesetzt und gesammelt: Assoziationen, Adjektive, Begriffe, Wortschöpfungen. In Deutsch, in Englisch und auch gemischt. Erst einfach so im Café, dann systematisch mit Listen, Positivlisten, Todeslisten (wie „Monkey…“ – Tiernamen, Zahlen im Namen, etc.), Post-its und Ideation Sessions. Immer wieder… Recht schnell hatten wir einen Arbeitstitel, von dem wir aber nicht überzeugt genug waren, um ihn als Namen zu nehmen. D.h. wir haben mehrere Schleifen – auch um uns selbst – gedreht.

Und eins war uns danach klar, wir müssen einen anderen Weg gehen, andere Personen und Perspektiven mit ins Boot holen. Wir brauchen die Meinung und Sicht unserer Nutzer und unserer Kunden.

Post-its NamenssucheGesagt, getan, einen Ideen-Workshop für unseren Namen angesetzt: ein Abend, drei verschiedene Kreativmethoden, fünf Teilnehmer, der Alex und ich im Hintergrund, als Moderatoren, als Pizza- und Getränkelieferant. Herzlichen Dank an Anne-Katrin, Nadine, Andreas, Moritz und Thomas für eure tollen Ideen und Zeit sowie der Kooperationsstelle Hamburg IFE GmbH http://www.kooperationsstelle-hh.de für die Nutzung ihres Konferenzraumes.

2014-05-13-Bild aus Namenssession

Was ist dabei raus gekommen? – Über 50 Namensideen, mehrere Slogans (wie z.B. „Denk dich hoch!“ – Danke Moritz), fünf überzeugte Fans unserer Idee sowie der richtige Drive, um damit weiterzuarbeiten. Als erstes haben wir geprüft, welche Domains der Namensideen noch frei waren. Aus 50 wurden fünf Ideen. Von dem neuen Input und Schwung gepackt, haben wir uns mit diesen beiden Tools http://werdmerge.com/ und http://www.namemesh.com/company-name-generator selbst noch einmal ausgetobt. Wieder 50 neue Kandidaten und erneute Auswahl durch den Domain-Check… Aus 50 wurden fünf… Gemischt mit den obigen fünf Kandidaten, hatten wir jetzt einen engeren Kreis von zehn möglichen Namen herausgefiltert.

Diese haben wir dann mit einer Online-Umfrage an unsere family & friends und bereits interessierte User geschickt. Herzlichen Dank auch hier für eure Teilnahme. Wir waren und sind immer noch beeindruckt, wie viele von euch sich daran beteiligt haben, und uns auch noch ihre persönliche Einschätzung gesagt bzw. geschickt haben. Das Ergebnis der Umfrage waren vier Kandidaten fast gleichauf. Viel wichtiger für uns war aber euer persönliches Feedback, wie z.B. eure Namen sind zu solide, zu wenig Wumms, langweilig bzw. da ist noch nicht „der Name“ für euch dabei.

Was nun? Noch eine Schleife drehen? – Nach kurzem Zögern haben wir uns entschieden: es gibt einen letzten Anlauf, einen finalen und harten Workshop. Dafür haben wir uns bei meiner Schwester Nadine in der Küche eingeschlossen. Wieder viele Ideen, eine wilde und leidenschaftliche Diskussion, und nach dem Check der freien Domains, drei neue potentielle Kandidaten, die übrig blieben.

Wieder haben wir getestet, persönlich und per Mail reichlich Leute gefragt. Die Rückmeldungen waren gemischt. Entweder waren die Leute von unserer jetzigen Wahl begeistert oder sie reagierten zumindest emotional, auch wenn nicht immer positiv wie z.B. auf Phantom (griechisch von Phantasma, Phantasie).

Und da wussten wir die endgültige Wahl kann uns keiner abnehmen. Und dann saßen wir eines Abends bei mir am Küchentisch und irgendwie war klar:

Es ist, wir sind PhantoMinds…

Stay tuned!